Ballack
Fritz B. Simon
Zumindest im kanadischen Fernsehen wurde während des Spiels Deutschland – Argentinien Michael Ballack mehrfach gezeigt. Er schaute dort erst nach dem 4:0 erfreut und strahlend. Vorher schien er eher “not amused”.
So ist das eben bei den alten Männern, wenn sie erleben müssen, dass sie nicht mehr wichtig sind und ohne größere Verlust ersetzt werden können.
Der kanadische Kommentator konnte es sich unfreundlciherweise nicht verkneifen anzumerken, dass seine Verletzung das deutsche Mittelfeld “befreit” habe.
Und Messi? Das Schicksal des Helden: Viele Jäger sind des Hasen Tod. Helden werden in fast jedem sozialen System dadurch in ihrer Wirkung begrenzt (um nicht zu sagen: unschädlich gemacht), dass sich ganz viele Leute auf sie stürzen und jede ihrer Aktionen zu konterkarieren versuchen. Ihre Depotenzierung ist einfach eine Frage der Wahrscheinlichkeit.
Das weiss doch jeder, der schon mal als Held gearbeitet hat. Oder?
2 Kommentare »
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Die Frage ist, ob Löw seine Niebelungentreue auch weiterhin auf Ballack ausdehnt.
Es ist einfach schön!
Kommentar von es — 3. Juli, 2010 @ 18:09 Uhr
Gilt das auch für als Helden bezeichnete Teams von früheren Helden? Brasiliens “O Globo” jedenfalls schreibt heute: “Deutschland hat das Maradona-Team verdroschen und nach Hause geschickt.”
Kommentar von Matthias Ohler — 4. Juli, 2010 @ 08:17 Uhr